Hallo Ihr lieben!

 

Die Klasse 6 wollte Euch berichten, ob Meppen behindertenfreundlich ist.

Wir sind der Sache einen Vormittag nachgegangen. Hendrik und Marco saßen in Rollstühlen und trafen auf einige Schwierigkeiten:

 

Zuerst sind wir mit dem Stadtbus in die Stadt gefahren. Er war viel zu klein. Außerdem hatte er keine Rampe, oder der Busfahrer hat sie uns nicht ausgeklappt, so dass wir die Rollstühle reinheben mussten.

 

Als wir in der Stadt ankamen sind wir zuerst zu TIM gegangen. Hendrik hat ausprobiert, ob er die Tür öffnen konnte. Er kam gar nicht ran!

Wir haben abgewartet, ob ein Mitarbeiter reagiert, aber die haben ihn nicht gesehen. Dann haben wir Hendrik geholfen und sind reingegangen. Da haben wir viele Fragen gestellt. Die Mitarbeiterin war sehr nett, konnte aber nicht alle Fragen beantworten. Sie hat uns aber versprochen, dass an der Eingangstür etwas geändert wird.

 

Wir haben uns auch eine Schule angesehen. Wir waren im Windhorst Gymnasium. Das war riesig. Wir haben uns die neue Hälfte der Schule angesehen. Da gab es einen Fahrstuhl und auch geeignete Toilette. Aber die nette Lehrerin hat uns auch erzählt, dass wir im Altbau nicht weit mit den Rollstühlen kommen.

 

Anschließend haben wir verschiedene Geschäfte ausprobiert.

Wir sind zu Fielmann gegangen. Marco fuhr zur Tür. Aber da waren Treppen im Weg. Eine Verkäuferin kam raus und hat uns gesagt, dass es einen Hintereingang mit einer Rampe gibt. Wir hatten den Vorschlag, dass auch vorne eine Rampe gebaut wird oder ein Hinweisschild für die hintere Tür angebracht wird.

Bei H&M haben wir alles ausgetestet. Der Fahrstuhl war sehr eng, aber er war da! Die Umkleidekabinen waren so eng, dass da gar kein Rollstuhl reinpasst.

Bei Wöbker kam Hendrik zuerst gut zurecht. Aber als er sich die Eisenbahnen ansehen wollte, kam er die Treppe nicht runter. Es gibt da keinen Fahrstuhl.

 

Beim Laufen zu den Geschäften ist uns aufgefallen, dass die Fußgängerzone zu glatt ist. Marco kam gar nicht vorwärts. Seine Räder sind immer durchgedreht. Außerdem ist uns aufgefallen, dass einige Ampelphasen so kurz sind, dass man es kaum schafft, über die Straße zu kommen.

 

Zum Schluss sind wir zur Stadtverwaltung gegangen. Davor war eine Treppe. das war ein Problem für Hendrik und Marco, sie konnten nicht hoch. Zum Glück hat Kevin den anderen Eingang mit der Rampe entdeckt. Ein Schild hätte geholfen! In dem Gebäude konnten sich alle gut bewegen. Die Mitarbeiterin an der Information war sehr nett. Sie hat uns erzählt, dass man auch im Rollstuhl überall hinkommen kann.

 

Auf dem Rückweg zur Schule hat Hendrik echt Mühe gehabt, auf den holperigen Gehwegen geradeaus zu fahren.

 

Dass der Bahnhof überhaupt nicht behindertenfreundlich ist, mussten wir uns gar nicht mehr ansehen. Das haben wir schon bei einem Ausflug vorher erfahren. Auf das Gleis 2 kommt man mit einem Rollstuhl gar nicht.

 

Wir fanden, dass man in Meppen noch mehr tun muss, damit es wirklich behindertenfreundlich ist. Deshalb haben wir einen Brief an den Bürgermeister geschrieben. Er hat uns schon geantwortet und versprochen, dass Herr Teckert und er sich um alles kümmern wollen. Nur geht das nicht so schnell.

 

Marco und Kevin Kl.

Meppen 4

 

Meppen 3