Kooperationsvereinbarung der Förderschulen mit den Berufsbildenden Schulen

 

Seit einigen Jahren schon arbeiten die Berufsbildenden Schulen – gewerbliche und kaufmännische Fachrichtungen - in Meppen mit den Förderschulen ihres Einzuggebietes eng zusammen, um den Förderschülern eine bestmögliche Orientierung für eine zukünftige Ausbildung und einen erfolgreichen Einstieg in ein Berufsleben zu ermöglichen. Diese Zusammenarbeit unter den fünf beteiligten Schulen wurde jetzt mit einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung gefestigt.

Konkret sind damit neben den regelmäßigen „Vorfeld-Gesprächen“ zur allgemeinen Orientierung der Schülerinnen und Schüler auch die jährlichen Praxistage an den Berufsbildenden Schulen gemeint. Dabei lernten die Schüler nicht nur die Berufsfelder näher kennen, sie erführen auch ganz konkret, „dass schon der Unterricht an den Förderschulen eine sinnvolle Vorbereitung für eine spätere Berufsausbildung darstellt, um z.B. die Menge eines benötigten Materials zu berechnen“. Durch diese realitätsnahen Erfahrungen werde die Motivation vieler Schüler erhöht.

In diesem Zusammenhang zeigte Benno Triphaus den Weg der Berufseinstiegsklasse (BEK) auf, ein neuer einjähriger Bildungsgang, der vorrangig für Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss vorgesehen ist. Ihr Ziel ist es, die Qualifikation zur Aufnahme einer Berufsausbildung zu vermitteln oder die Möglichkeit zu schaffen, in ein Berufsgrundbildungsjahr bzw. eine Berufsfachschule einzutreten. Ausnehmend im Fachpraxisunterricht dieser Schulform erfolgt die Vermittlung von Grundlagen beruflicher Handlungsfähigkeit, in Abstimmung mit der Fachtheorie. Zudem erwerben die BEK-Schüler, die mit dem Förderschulabschluss eingetreten sind, durch den erfolgreichen Besuch den Hauptschulabschluss.

Die weitere Zusammenarbeit der Schulen realisiere sich zudem, so die Schulleiter der Förderschulen einvernehmlich, in halbjährlichen Gesprächsrunden zur Reflexion der gemeinsamen Anstrengungen und in regelmäßigen „Laufbahnentwicklungsgesprächen“ zur individuellen Betreuung der einzelnen Schüler.

Über die Leitungsebene der Schulen hinaus gibt es selbstverständlichen einen engen Kontakt der direkt beteiligten Lehrer aller fünf Schulen.